Gesamtschule Aachen Brand

 

Agendaschule

 

„Global denken, lokal handeln", so lautet das Motto der lokalen Agenda 21. Die Agenda-Bewegung umfasst drei Handlungsfelder: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Die Gesamtschule Aachen Brand ist seit dem Jahr 2000 Agendaschule. Bereits vorher ist die Schule aber dem Agendagedanken verpflichtet gewesen. So pflegen wir mit der Kolumbien-Partnerschaft seit langem den Eine-Welt-Gedanken. Auch ökologische und soziale Projekte hatten schon immer einen großen Stellenwert an unserer Schule. Die Koordination der Bemühungen - vor allem im Bereich Umwelt - hat der Arbeitskreis „Energie" übernommen.

 

Erfolgreich abgeschlossene Projekte:

Umstellung auf Mülltrennung

Papierausstellung „Recyclingpapier"

Projekt „Hirnströme statt Massenströme"

Aktion „Stromklau stoppen"

Unterrichtsreihe „Klimawandel"

AG „Die Umweltdetektive"

Fotovoltaik-Anlage

 

Regelmäßige Aktionen:

Agenda-Test in den Jahrgänge 5/6

Agenda 2011

Agenda 2010

Müllsammelaktion 2010

 

Zur Zeit laufende Projekte:

Energetische Gebäudesanierung

Agenda-Parcours

 

Visionen für die Zukunft:

Anzeige von aktuellen Verbrauchsdaten

 

Kontakt

 

Umstellung auf Mülltrennung

 

Im Jahr 2000 ist die Schule in das sogenannte Bonussystem der Stadt Aachen eingestiegen. Bei diesem System sind Schulen und Kindergärten dazu aufgefordert worden, eigenständig Kosten im Müll-, Wasser- und Energiebereich einzusparen. Der Lohn der Mühe - nämlich die eingesparten Gelder - sollten nach einem festen System aufgeteilt werden: 30% für die Stadt, 30% für die Schule zur freien Verfügung, 30% für die Schule zur Reinvestition in die entsprechenden Einsparungsbereiche und 10% für den Hausmeister, für den die Umsetzung der Einsparungsprojekte mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Im Zuge dieser Aktion haben wir z.B. die Müllsortierung eingeführt: Von ursprünglich 8 Restmüllcontainern (1000 Liter) sind mittlerweile  5 durch (kostenlose) gelbe und blaue Tonnen ersetzt worden. Unsere Einsparungen in den Jahren der Durchführung des Bonussystems - inzwischen ist dieses System wieder abgeschafft worden - lagen in einer Größenordnung von 80000€. Der allergrößte Anteil geht auf die eingeführte Mülltrennung zurück. Von den Re­investitionen haben wir die Schule im Innen- sowie im Außenbereich der Schule mit stabilen Mülltrennungssystemen ausgerüstet.

 

Papierausstellung „Recyclingpapier"

(Wirtschaftslehre Klasse 6)

 

Der Wirtschaftslehreunterricht sieht regelmäßig das Thema „ökologisches und ökonomisches Handeln" vor. Im Jahrgang 6 wurde dieser Inhalt am Beispiel Papier konkretisiert. Nachdem die Grundlagen der Papierherstellung erarbeitet waren, recherchierten die SchülerInnen, wie viel Rohstoff, Energie und Wasser zur Herstellung von Frischfaserpapier und Recyclingpapier benötigt werden. Die ökologische Bilanz ist eindeutig:

 

 

Nach diesen erdrückenden Fakten beschlossen die SchülerInnen, nicht nur ihren Papierkonsum auf Recyclingprodukte umzustellen, sondern auch die gesamte Schule mit einer Ausstellung über diese Zusammenhänge zu informieren.

Bei einer Marktanalyse im Stadtteil Brand wurde außerdem deutlich, dass Recycling-Schulhefte nur in den wenigsten Geschäften erhältlich sind. Die einfachste und günstigste Einkaufsmöglichkeit in Brand bietet der Fair-World-Shop unserer Schule (geöffnet in den Mittagspausen der Schule). Empfehlenswert sind Papiere mit einem der folgenden Zeichen:

 

 

 

Projekt „Hirnströme statt Massenströme"

(Kooperation Oberstufe, Kathy Beys Stiftung und Aachener Zeitungsverlag)


Die Aachener Stiftung Kathy Beys unterstützte an unserer Schule ein Projekt, das jungen Menschen die Problematik der intelligenten und effizienten Ressourcennutzung nahe bringen wollte. Im Rahmen dieses Projektes arbeiteten die Schüler des Leistungskurses Sozialwissenschaften der Jahrgangsstufe 13 und Schüler des Leistungskurses Chemie der Jahrgangsstufe 12 an unterschiedlichen Bausteinen. Die Arbeit wurde vom Aachener Zeitungsverlag begleitet und in der Woche vor den Osterferien 2005 mit einer großen Podiumsdiskussion mit namhaften Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft abgeschlossen. Teilnehmer waren Bärbel Höhn, Dr. Franz Alt, Mario Ohoven und Klaus Dosch.

 

 

 

Aktion „Stromklau stoppen"

(Mathematik Klasse 9)

Im Rahmen des Matheunterrichts (Thema Zuordnungen) sollte eine Schülergruppe die Stromverbräuche verschiedener Geräte in der Schule messen und den Jahresverbrauch berechnen. Dabei stellten sie fest, dass alle Computer und Monitore der Schule im ausgeschalteten Zustand noch Strom verbrauchen. Zwar scheinen die Werte mit 5 Watt bzw. relativ gering. Aber zusammen verbrauchen alle Rechner und Monitore der Schule im Jahr 9.200 kWh uns somit mehr als 1500 € allein im scheinbaren Aus-Zustand. Der Arbeitskreis Energie unterstützte sofort die Anschaffung von schaltbaren Steckerleisten mit denen alle Computerarbeitsplätze ausgestattet wurden. Die Klassen werden durch ein kleines Plakat informiert.

 

GL-Projekt „Klimawandel"

 

Nachdem sich die Schüler in Beschaffenheit der Erdatmosphäre und die Zusammenhänge des CO2-Haushalts eingearbeitet hatten, setzten sie sich anhand des Films „Eine unbequeme Wahrheit" mit den Folgen des menschlichen Handelns für das Klima auseinander. Das Hauptziel der Unterrichtsreihe war nicht die theoretische Beschäftigung mit dem Thema, sondern das praktische Handeln. Und so konnten mit Unterstützung der Stawag, der Verbraucherzentrale Aachen, dem Gebäude-management der Stadt Aachen und der Aktion No-Energy alle SchülerInnen mit einem Energiemessgerät ausgestattet werden. So konnten sie die heimischen Standby-Verbräuche aufspüren bzw. den Stromverbrauch von PC, Musikanlage u.a. Geräten sichtbar machen. Vor allem durch den Einsatz von schaltbaren Steckerleisten, aber auch indem Glühbirnen durch Energiesparlampen oder dadurch, dass bestimmte regelmäßige Autofahrten durch Busfahrten ersetzt wurden, konnte im Durchschnitt jeder Schüler rund 20 kg CO2 pro Jahr einsparen. Weitgehend neu war für die Schüler die Bedeutung der Ernährung für die persönliche CO2-Bilanz. So konnte eine Schülerin alleine dadurch ca. 125 kg CO2 einsparen, indem sie weniger Tiefkühlkost verzehrte. Noch größere CO2-Einsparungen wären durch das engagierte Handeln der Eltern möglich (z.B. Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter).

 

AG „Die Umweltdetektive"

(Jahrgang 5 und 6)

Seit dem Schuljahr 2008/09 existiert die AG mit dem Namen „Umweltdetektive". Wer nicht nur über Klimawandel reden, sondern aktiv werden will, der ist hier genau richtig. Hier wird geforscht und gehandelt. Nicht nur die erfolgreichen Maßnahmen werden erkundet, sondern auch, wo noch Handlungsbedarf besteht. So wurden Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzt und frühere Sparaktionen überprüft und erhalten (z.B. die Aktion „Stromklau stoppen").

Im letzten Jahr haben wir z.B. einige Stationen eines Agenda - Parcours und ein Quiz für den Tag der offenen Tür entwickelt. Die intensive Auseinandersetzung mit der „richtigen" solarthermischen Anlage der Schule brachte uns auf die Idee, eine kleine Modell-Solar­anlage zu bau­en.

 

Außerdem haben wir einen Baum gepflanzt. Im dritten AG-Durchgang wurde eine Sammelbox für alte CDs gebaut.

 

 

Fotovoltaik-Anlage

Seit 1998 betreiben wir in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Schölzl KG eine 30 kW-Solaranlage auf dem Dach der Turnhalle. Die Anlage produziert jährlich eine Energiemenge von 20 kWh. Um den SchülerInnen die Energieerzeugung zu verdeutlichen, ist an zentraler Stelle eine Anzeigetafel errichtet worden, die die aktuelle und die Gesamtleistung der Anlage wiedergibt.

 

Agenda-Test in den Jahrgängen 5/6

Der Agenda-Test ist ein Vergleich der Klassen in Bezug auf Müllsortierung und Energiesparen.

„Wer spart gewinnt!" ist dabei das Motto. Für die Gewinner stehen daher attraktive Preise bereit:

 

1. Preis: Besuch eines Freizeitbades + 60€ in die Klassenkasse (für ein Eis!)

2. Preis: Besuch eines Freizeitbades

3. Preis: 60€ in die Klassenkasse (für ein Eis!)

 

Eine kleine Einschränkung gibt es jedoch bei diesen Preisen: Der Besuch des Freizeitbades soll mit dem öffentlichen Personennahverkehr - also mit Bussen oder Bahnen - erfolgen, um die Umwelt zu schonen. Die Finanzierung erfolgt über das Einsammeln von Druckerpatronen, dafür steht beim Hausmeister ein Sammelcontainer bereit.

 

Wie wird eine Klasse zum Gewinner?

Die Klassen werden über einen Zeitraum von 6-8 Wochen nach Karneval mehrfach von so genannten Agenda-Agenten kontrolliert. Die Agenda-Agenten sind Schülerinnen und Schüler aus den Klassen des Jahrgangs 7, die in den Vorjahren Erfahrungen mit dem Agenda-Test gesammelt haben. Sie gehen in den Mittagsfreizeiten durch die Klassenräume der Jahrgänge 5 und 6 und verteilen Punkte nach einem bestimmten Bewertungsschema. Es kommt darauf an, dass  in den Klassen der Müll sortiert und keine Energie verschwendet wird. Die Agenten werden begleitet von einem Lehrer des Arbeitskreises Energie, der ihnen die Räume aufschließt und sie anfangs bei der Bewertung unterstützt. Am Ende - nach etwa 20 Durchgängen - werden die Punkte addiert und die Gewinnerklassen in einer kleinen Veranstaltung durch den Schuldirektor gekürt. Die Idee des Agenda-Testes geht auf unsere Lehrerkollegin Nicole Kall zurück. Er ist im Jahr 2002 eingeführt worden, um die damals von uns neu eingeführte Mülltrennung in der Schule zu etablieren. Haben anfangs noch alle Klassen teilgenommen, so hat sich schnell gezeigt, dass die Motivation der Klassen 5 und 6 von höheren Klassen nicht mehr erreicht wird.

 

Agenda-Test 2011

Licht aus? Na klar! Computer aus? Sowieso! Müll sortiert? Okay! Klasse sauber? ....

Bereits im zehnten Jahr schleichen die Agenda-Agenten mit ihrem sechsten Sinn für Umweltsünden in den Mittagsfreizeiten durch die Schule. Von Karneval bis Ostern (oder auch etwas länger) ziehen sie mit ihren Bewertungsbögen, spitzen Stiften und strengen Blicken von Klasse zu Klasse. Bewertet werden allerdings nur die Klassen 5 und 6, denn: Die anderen können es ja bereits! Oder? Eigentlich muss es sowieso heißen: Gewinnen können nur die Klassen 5 und 6! Im Jahr 2010 hat die Klasse 6.2 gewonnen. Einen Tag im Freizeitbad! Weil sie besser Müll sortieren und auf unnötigen Stromverbrauch achten als die anderen! So geht das!

In diesem Jahr lagen die Sieger-Klassen besonders eng zusammen. Entscheidend waren am Schluss die Punkte, die zusätzlich mit der Agenda-Idee verdient worden sind.


So hat die Klasse 5.5 mit viel Aufwand Plakate entworfen und im Zentrum der Schule aufgehängt.

Diese sollen dazu auffordern, die Müllbehälter zu benutzen.
Die Plakate sind so platziert, dass sie besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Und das sind die Gewinner im Jahr 2011:

1. Platz    (Freizeitbad + Eis):   Klasse 6.2  (Fr. Löhrer, Hr. Frings)
2. Plätze  (Freizeitbad):             Klasse 6.4  (Fr. Wachholz-Kensmann, Hr. Propers)
                                                      Klasse 5.5  (Fr. Schneider, Hr. Engel)


 

Agenda-Test 2010

Licht aus? Na klar! Computer aus? Sowieso! Müll sortiert? Okay! Klasse sauber? ....

Bereits im achten Jahr schleichen die Agenda-Agenten mit ihrem sechsten Sinn für Umweltsünden in den Mittagsfreizeiten durch die Schule. Von Karneval bis Ostern (oder auch etwas länger) ziehen sie mit ihren Bewertungsbögen, spitzen Stiften und strengen Blicken von Klasse zu Klasse. Bewertet werden allerdings nur die Klassen 5 und 6, denn: Die anderen können es ja bereits! Oder? Eigentlich muss es sowieso heißen: Gewinnen können nur die Klassen 5 und 6! Im Jahr 2010 hat die Klasse 6.2 gewonnen. Einen Tag im Freizeitbad! Weil sie besser Müll sortieren und auf unnötigen Stromverbrauch achten als die anderen! So geht das!

1. Platz (Freizeitbad + Eis):

Klasse 6.2  (Fr. Lulla, Hr. Lengler)

 

2. Platz (Freizeitbad):

Klasse 6.6  (Fr. Großpeter, Hr. Schnitzler)

 

3. Platz (Eis):

Klasse 6.1  (Fr. Wood, Hr. Oslender, Hr. Hengst)

 

 

Müllsammelaktion

 

Was für ein Müll!

 

Wann?             10.5.2010

Wo?                Rund um die und in der Gesamtsschule Aachen Brand

Wer?               Etwa 1000 SchülerInnen und Schüler sowie 50 Lehrerinnen und Lehrer

Was?               Müllsammeln

Womit?            Müllsack und Handschuhe

 

Es ist immer wieder spannend, welche Fundstücke die Schülerinnen und Schüler anschleppen: Ein Teppich, eine Tüte voller Pampers oder ein alter Fußball. Dabei ist die Ausbeute im Laufe der Jahre schon geringer geworden. In den ersten Jahren sind noch alte Kühlschränke und Computer „erbeutet" und entsorgt worden. Damals haben wir den Container der Stadt noch voll bekommen! Heute wird er bestenfalls halb voll.

Ein Erfolg? So leicht darf man es sich wohl nicht machen! Die Frage muss heißen: Ist der Müll, den wir machen, weniger geworden? Meine vorsichtige Antwort: Ja, es ist wohl schon so, dass unser Müll etwas weniger geworden ist. Wenn ist aber sehe, was nach einem Schultag so alles herumliegt, packt mich manchmal die Wut. Oder der Frust! Das hilft aber nicht! Sammeln wir also weiter, damit es sich in den Köpfen festsetzt. 

 

Zurzeit laufende Projekte:


Energetische Gebäudesanierung (Wärmedämmung)

Dank des Konjunkturpakets der Bundesregierung konnte die Stadt Aachen im Sommer 2009 endlich damit beginnen, die 30 Jahre alten Fenster des Schulgebäudes durch moderne Fenster mit Wärmeschutzverglasung zu ersetzen. Diese Baumaßnahme war seit langem erhofft. Der größte Teil der Fenster ist bereits ausgetauscht worden. Wir hoffen, dass der Austausch der restlichen Fenster in absehbarer Zeit abgeschlossen werden kann und sich bald die energetische Sanierung der Gebäudefassade anschließen kann. Erste Planungen dafür sind bereits erfolgt.

 

Agenda-Parcours

Bereits im Schuljahr 2008/09 sind im Rahmen der AG „Umweltdetektive" einige Infotafeln entstanden. Auf diesen haben die AG-SchülerInnen Informationen zur Mülltrennung, zur Altbatterien-Entsorgung und anderen ökologischen Themen der Schule zusammengetragen und grafisch gestaltet. Weitere Infotafeln sollen noch entstehen und an verschiedenen Stellen der Schule über die ökologischen und sozialen Themen informieren, die wir als Agenda-Schule aktiv gestalten. Dieser Agenda-Parcour soll die Grundlage für eine Rallye bilden, mit der z.B. unsere neuen Schüler im 5. Jahrgang die Schule kennen lernen können.  

 

Visionen für die Zukunft:


Anzeige von aktuellen Verbrauchsdaten

In früheren Jahren konnte man an gut sichtbarer Stelle ablesen, wie viel Wasser, Strom und Wärme die Schule aktuell und im Durchschnitt verbraucht. Aufgrund einer Änderung bei der Datenerhebung konnte diese alte Anzeigetafel nicht mehr mit den Verbrauchsdaten „gefüttert" werden und wurde demontiert.

Eine verständliche Darstellungsform der Verbrauchsdaten soll realisiert werden, sobald die technische und finanzielle Umsetzung geklärt ist.

 

Kontakt:

 

Lux(at)Gesamtschule-Aachen-Brand.de

Hengst(at)Gesamtschule-Aachen-Brand.de