Neuntklässler der Gesamtschule Aachen-Brand nehmen am Aachener Klimaparcours teil

///Neuntklässler der Gesamtschule Aachen-Brand nehmen am Aachener Klimaparcours teil

Neuntklässler der Gesamtschule Aachen-Brand nehmen am Aachener Klimaparcours teil

Nach einem Jahr Pause fand im Herbst 2016 der sechste Aachener Klimaparcours statt. Diesmal stand die Veranstaltung unter der Leitfrage, was man als junger Mensch in Aachen tun könne, um das Klima zu schützen. Insgesamt beteiligten sich 180 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe der Gesamtschule Aachen-Brand an der diesjährigen Ausgabe des Klimaparcours.

Die Jugendlichen konnten mit Vertretern von zwölf Aachener Firmen, Organisationen und Vereinen aus verschiedenen Blickwinkeln über den Klimawandel und seine Folgen diskutieren. Dabei erfuhren die jungen Leute viel über die verschiedenen Institutionen und erlebten Klimaschutzmaßnahmen unterschiedlichster Art ganz alltagsnah. Mit von der Partie waren: AltbauPlus, Cambio CarSharing, das Aachener Informationsbüro von Europe Direct, der Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen, der Verein Ingenieure ohne Grenzen, die Jugend-Aktions-Gruppe (JAG) von Greenpeace, die Katholische Junge Gemeinde (KJG), das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, die katholische Entwicklungshilfeorganisation Misereor, die Studenteninitiative Energybirds, der Solarenergie-Förderverein Deutschland und der Weltladen Aachen.

Deutlich wurde allen, dass der Klimawandel nicht regional begrenzt, sondern ein globales Phänomen ist. „Misereor ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche, welches den Ärmsten der Armen auf dieser Welt hilft. Hier haben wir erfahren, welche Auswirkungen der Klimawandel für Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika hat“, sagte etwa der 15-jährige Gesamtschüler Jakob.

Der Fleischkonsum sowie der Verzehr weiterer tierischer Produkte verändere ebenfalls das Klima, erfuhren die neugierigen Jugendlichen. Zur Verdeutlichung berechneten sie die Transportwege für Fleischwaren und Jogurt nebst ihren Auswirkungen auf die klimatischen Bedingungen.

Ferner wurde der Blick auf Baustoffe gerichtet, die der Isolation von Gebäuden dienen. Die Gesamtschülerin Janina berichtete in diesem Zusammenhang: „Uns wurden die Unterschiede zwischen den verschiedenen Dämmstoffen erklärt. Die Dämmstoffe durften wir auch anfassen und an Modellen ihre Wirkung fühlen. Wir haben gesehen, woraus die Dämmung bei der Sanierung von Gebäuden besteht und warum das für gutes Klima sorgt.“

Und was hat fairer Handel mit Klimaschutz zu tun? Um diese Frage zu beantworten, gingen die Schülerinnen und Schüler auf Entdeckungsreise durch den Weltladen. Sie erkundeten Lebensmittel und Kunsthandwerk aus vielen verschiedenen Ländern und fanden dabei heraus, aus welchen Bestandteilen und Materialien die Produkte hergestellt werden. Überdies lernten sie, woran sie fair gehandelte Produkte beim Einkauf erkennen können.

Alle Jugendlichen waren sich einig, dass der Tag im Klimaparcours eine sehr interessante Veranstaltung war und auf alle Fälle wiederholt werden sollte. Die thematischen Schwerpunkte der einzelnen Stationen, die sie während der Veranstaltung kennenlernten, werden im Unterricht in den Fächern Gesellschaftslehre sowie Naturwissenschaften nachbereitet und weiter vertieft.

Ein besonderer Dank gebührt an dieser Stelle dem Evangelischen Kirchenkreis Aachen und dem Eine-Welt-Forum Aachen für die Bereitstellung der Räumlichkeiten zur Durchführung des Aachener Klimaparcours. Ins Leben gerufen wurde der Aachener Klimaparcours im Jahr 2009 vom Eine-Welt-Forum Aachen und von KreaScientia, einer Initiative, die zu den Themen Urbanismus, Europa und Nachhaltigkeit arbeitet und dabei das Ziel verfolgt, die Zukunftsfähigkeit von Menschen und Regionen zu fördern. Nähere Informationen finden Interessierte unter der Webadresse www.kreascientia.org.

Ulla Griepentrog

Von | 2017-04-04T16:08:02+00:00 1. December 2016|Kategorien: Aktuelles|