High-School-Exchange mit Arlington im Oktober 2016

///High-School-Exchange mit Arlington im Oktober 2016

High-School-Exchange mit Arlington im Oktober 2016

Wie schon in den vorangegangenen Jahren, besuchten auch im letzten Herbst vom 6.-15. Oktober 2016 wieder Aachener Schülerinnen und Schüler ihre amerikanischen Gastfamilien in Arlington im US-Bundesstaat Virginia.

Mit von der Partie war auch in diesem Jahr eine Delegation der Gesamtschule Aachen-Brand, darunter Jan Frings und Vivienne Heck. Beide Jugendlichen besuchen derzeit die elfte Jahrgangsstufe. In den folgenden Berichten schildern Jan und Vivienne ihre persönlichen Eindrücke von ihrem Aufenthalt an der Ostküste der USA.

Jan Frings:
„Mein Schüleraustausch mit Arlington im Oktober 2016 war eine tolle Erfahrung für mich. Alleine in einer Gastfamilie zu leben war ein ganz neues Erlebnis. Meinen Gastschüler Charlie kannte ich bereits, da er uns in Aachen im Sommer für zwei Wochen besucht hatte. Allerdings kannte ich den Rest seiner Familie noch nicht. Meine Gastfamilie bereitete mir einen supernetten Empfang, so dass ich mich direkt wohl fühlte.

Das Programm mit meiner Austauschgruppe war zwar manchmal etwas anstrengend, aber total klasse und interessant: Gleich am ersten Tag fuhren wir in die Bundeshauptstadt Washington und sahen die Bilder, die wir sonst nur aus dem Fernsehen kennen, live und in Farbe! Mein Besuch in der amerikanischen High School war sehr cool und eindrucksvoll: Zum Beispiel dürfen die Schüler dort mit MacBooks arbeiten und der Schulsport ist ziemlich populär und wichtiger als bei uns.

Charlies Familie unternahm viele tolle Ausflüge mit mir. Wir waren in einem Nationalpark zum Wandern und besuchten gemeinsam ein Fußballländerspiel der USA gegen Neuseeland – für mich als Fußballfan ein absolutes Highlight. Mit der Sprache klappte auch alles ganz gut. In dieser Hinsicht war ich mir vorher nicht ganz so sicher, aber irgendwie war das echt leicht mit der Verständigung!! Auch den US-Präsidentschaftswahlkampf haben wir mitbekommen – überall hingen Plakate mit Clinton oder Trump (leider hat Trump ja mittlerweile die Wahl gewonnen…).

Am allercoolsten fand ich New York City! Diese gigantische Stadt ist einfach atemberaubend. Weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie die Freiheitsstatue, das Empire State Building und Downtown Manhattan sind einfach genial – es fühlte sich so wahnsinnig an, da mittendrin zu sein. Gekauft habe ich mir aber nicht so viel, denn alles war deutlich teurer als bei uns: Im Kino kostete eine Cola mit Popcorn ungelogen fast 30 US$.

Ich hoffe, bald nochmals nach Arlington fliegen zu können. Mit Charlie stehe ich regelmäßig über WhatsApp in Kontakt und vielleicht kommt seine Familie uns im Sommer besuchen.“

Vivienne Heck:
„Die Reise mit einer Organisation wie dem Verein Aachen Arlington hat zum Vorteil, dass man stets einen Ansprechpartner kontaktieren kann. In meinem jugendlichen Alter erschien es meinen Eltern und mir wichtig, dass wir uns in Notfällen schnellstmöglich an jemanden wenden können. Die Betreuer des Vereins haben schon öfter an diesem Schüleraustausch teilgenommen und wussten über alles Bescheid. Über Kultur, Bräuche und Lebensweise der US-Amerikaner konnten sie auf den Informationsveranstaltungen aus eigener Erfahrung berichten.

Meine Gastfamilie, die Chaperones, empfing mich sehr herzlich und nahm mich fest in die Arme. Ich erkannte sie sofort wieder. Sie sahen aus wie auf dem Foto, dass ich zuvor auf Facebook gesehen hatte. Anfängliche Kommunikationsschwierigkeiten lächelten wir einfach weg. Schon während der Autofahrt zu meinem neuen Zuhause hatte ich mich in die USA verliebt: endlos gerade verlaufende Highways und Straßen, typisch amerikanische Häuser mit Veranda (dort front porch genannt) und saftig grüne und sehr gepflegte Vorgärten ohne Zaun – wie im Film. Ich war begeistert. Die Verständigung lief die ersten drei Tage nicht ganz einfach, wurde aber von Tag zu Tag besser. Ich lebte mich schnell ein in meinem neuen Zuhause, fühlte mich als voll integriertes Familienmitglied und hatte so gut wie nie Heimweh.

Ich hatte mein eigenes Zimmer, sodass ich die Möglichkeit besaß, mich auch einmal zurück zu ziehen. Besonders toll an meiner Gastfamilie fand ich, dass sie mir die sozusagen typischen Eigentümlichkeiten des Alltags in den USA zu zeigen versuchten, sodass ich einen kleinen Einblick in das Leben vor Ort bekam. Abends verbrachte ich sehr viel Zeit mit meiner Gastfamilie und auch an den Wochenenden unternahmen wir viel gemeinsam. Die Zeit während meines Schüleraustausches verging schneller, als mir lieb war. Eins der Highlights war der homecoming ball.

Ich habe in den USA viele tolle Freunde kennengelernt und meine Gasteltern in mein Herz geschlossen. Dementsprechend schwer fiel mir der Abschied. Doch die Aussicht, vier Tage in New York zu verbringen, half den Abschiedsschmerz zu lindern. Wir besuchten die typischen touristischen Attraktionen, die man in New York einfach sehen muss. Ich hatte außerdem das Glück, meinen Geburtstag am letzten Tag in New York feiern zu dürfen. Dank den Chaperones feierte ich ihn am weltberühmten Times Square und anschließend im Hard Rock Café. Das war ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde.

Während der ganzen Reise ist es nie langweilig geworden. Nun blicke ich mit einem Lächeln zurück auf meine tolle Zeit in den USA, denn ich hatte nicht nur die Gelegenheit, meinen Geburtstag dort zu feiern, ich habe auch tolle neue Freunde gefunden.

Amerikaner sind sehr offen und freundlich und ich habe viel über das Land und die Leute gelernt. Eine Zeit im Ausland zu verbringen, ist eine tolle Sache und jeder, der die Möglichkeit dazu hat, sollte diese auch nutzen. Man lernt nicht nur viel über das Gastland, sondern auch über sich selbst. Überdies kann man lernen, mit Problemen alleine klar zu kommen und eigene Entscheidungen zu treffen.“

Von | 2017-04-04T14:32:20+00:00 14. Januar 2017|Kategorien: Aktuelles|